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LITTER ONLY - A BOOK ABOUT DUSTBINS ist ein Buch über eine weltweite Typologie des öffentlichen Abfallbehälters.

“Eimer für alle. Der Pariser Designer P. Starck verriet einst in einem Rundfunk-Interview, immer wenn er in eine unbekannte Stadt komme, suche er in der Nähe des Hotels einen Mülleimer, leere ihn in seinem Zimmer aus und studiere den Inhalt, um etwas über die Einheimischen zu erfahren. Für Starcks Berliner Kollegin Alexandra Martini reicht dafür schon die Form des Behälters: Martini fotografierte in 30 Ländern aller Kontinente Abfalleimer, um „den kleinen Unterschied“ festzuhalten. Dabei entdeckte sie, dass das Klischee, arme Länder hätten arme Eimer, nicht zutrifft. „Abfalleimer“, so Martini, „sind immer überraschend, jede Tonne fügt sich als Inszenierung ins Umfeld.“ Beim Blättern in „Litter only“ entdeckt der Leser aber doch Differenzen der Mentalitäten. Streng mahnt die schwarze Plastiktonne an einer Münchner Autobahn: „Nur Reiseabfälle! Zuwiderhandlungen werden als unerlaubte Sondernutzung zur Anzeige gebracht.“ Freundlich wie eine Hundehütte dagegen der geflochtene Bastkorb in Barcelona. Leuchtendes Gelb ist weltweit bevorzugte Farbe. Fest steht: Wer dieses Buch je in der Hand hatte, wirft nicht mehr achtlos Müll in eine Tonne.“
Der Spiegel

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